Menyanthidis trifoliatae folium

Pflanze, Zeichnung*
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Pflanze, Foto 1**
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Pflanze, Foto 2**
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Pflanze, Foto 3***
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Droge, Foto****
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Basisinfos

Droge: Menyanthidis trifoliatae folium / Bitterkleeblätter

Pflanze: Menyanthes trifoliata / Fieberklee (syn.: Bitterklee)

Familie: Menyanthaceae / Fieberkleegewächse

Gruppe: TERPENOID-DROGEN, Sesquiterpenlacton- / Iridoid- (Bitterstoff-) Drogen

Herkunft: Nördliche Hemisphere

Pflanze

  • Mehrjährige, krautige Pflanze mit Wuchshöhen von bis zu 30 cm
  • Aufrechte, traubige Blütenstände stehen auf 20 bis 30 cm langen, blattlosen Stängeln, die den Blattachseln entspringen
  • Radiärsymmetrische, zwittrige Blüten; fünf kleine, grüne Kelchblätter sind am Grunde verwachsen; fünf schmale Kronblätter sind bis zu 1,5 cm lang; außen anfangs häufig rosa, so dass die knospigen Blütenstände insgesamt rosa erscheinen
  • Bildung einer zweiklappigen Kapselfrucht, die einen Durchmesser von 6 bis 7 mm aufweist; enthält mehrere glatte, braune, ovale Samen, die einen Durchmesser von 2 bis 2,5 mm aufweisen

Droge (inkl. Mikroskopie)

Allgemein: Dreizählige, langgestielte Blätter von bis zu max. 10 cm Länge, welche in ihrem Aussehen an Klee erinnern; in getrockneter Form gelblich bis graugrün; teilweise sind die runzeligen, bräunlich verfärbten Blattnerven zu erkennen. Bruchstücke der dickeren Blattstiele infolge starker Schrumpfung des Aerenchyms beim Trocknen runzelig-längsrinnig; ausgeprägt bitterer Geschmack.

Mikroskopie: Feine Kutikularstreifung und charakteristisches Aerenchym (sowohl bei Blattspreite als auch Blattstiel)

Inhaltsstoffe
  • Bitterstoffe: Iridoidglykoside (Loganin, Desoxyloganin) und Secoiridoidglykoside (Swerosid, Dihydrofoliamenthin)
  • Flavonoide
  • Cumarine
Strukturformeln
Dihydrofoliamenthin
Dihydrofoliamenthin
LoganinDesoxy
LoganinDesoxy
Loganin
Loganin
Swerosid
Swerosid

Biogenese (der wichtigsten Inhaltsstoffe)

Wirkungen

Indikation: Anwendung bei Appetitlosigkeit und Subazidität (Komm. E+)

Wirkmechanismus: Bitterstoffe stimulieren die Magensaftsekretion

Besonderheiten
  • Da Rhizome und Blattstiele von vielen Luftröhren durchsetzt sind ("Aerenchym"), erlangen die Pflanzen so viel Schwimmfähigkeit, dass Laubblätter und Blütenstände immer aus dem Wasser herausragen.
  • Die Bezeichnung Fieberklee rührt von der volksmedizinischen Verwendung als fiebersenkendes Mittel her
  • Volksmedizinischer Einsatz bei rheumatischen Erkrankungen
Quellenangaben, Bilder

* biolib.de

** Dr. M. Werum

*** fotolia.de

**** FS Pharmazie Marburg

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