Heraclei radix

Pflanze, Zeichnung*
Pflanze, Zeichnung*
Pflanze, Foto 1*
Pflanze, Foto 1*
Pflanze, Foto 2**
Pflanze, Foto 2**
Pflanze, Foto 3**
Pflanze, Foto 3**

Basisinfos

Droge: Heraclei radix / Bärenklauwurzel

Pflanze: Heracleum sphondylium / Wiesen-Bärenklau (syn.: Gemeiner Bärenklau)

Familie: Apiaceae / Doldenblütler

Gruppe: PHENOL- U. CHINOID-DROGEN, Cumarin- und Chromon-Drogen

Herkunft: Europa

Pflanze

  • Meist mehrjährige, selten zwei- oder einjährige krautige Pflanze
  • Knotige, hohle, meist gerippte und oft verzweigte Stängel
  • Wechselständige, große Laubblätter, breitlappig und ein- bis dreifiederig; untere Blätter sind gestielt
  • Zusammengesetzte Blütenstände (Dolden), die aus Döldchen aufgebaut sind; Hüllen fehlen meist oder fallen früh ab
  • Meist zwittrige Blüten; äußere Blüten der Döldchen oft rein männlich; winzige Kelchzähne
  • Kronblätter (Petalen) sind weiß bis rosa, ungleich groß und oft an der Basis umgebogen
  • CAVE: Verwechslungsgefahr mit Heracleum mantegazzianum (Riesen-Bärenklau, invasiver Neophyt der ernsthafte phototoxische Schädigung der Haut verursacht) und Angelica archangelica (Echte Engelwurz)

Droge (inkl. Mikroskopie)

Allgemein: Die getrockneten Wurzeln von wild wachsenden Pflanzen

Mikroskopie: Zahlreiche, große Ölgänge in konzentrischen Kreisen im Rindenparenchym angeordnet; ein Kreis sehr kleiner Sekretbehälter am Kambium

Inhaltsstoffe
  • Cumarin-Derivate und Furanochromone (MethoxsalenBergapten, SphondinPimpinellin)
  • Ätherisches Öl (wenig)
Strukturformeln
Bergapten
Bergapten
Methoxsalen
Methoxsalen
Sphondin
Sphondin
Pimpinellin
Pimpinellin

Biogenese (der wichtigsten Inhaltsstoffe)

Wirkungen

Indikation: Phototherapie der Psoriasis / (Anwendung bei Muskelkräpfen sowie GIT-Störungen: obsolet!) 

Wirkmechanismus: Psoralene führen über einen zytostischen Mechanismus (DNA-Strangbrüche) zum Absterben unreifer, hyperproliferativer Keratinozyten

Nebenwirkungen: Phototoxizität an gesunder Haut, Leberschäden

Besonderheiten
  • Junge Blätter und Sprosse des Wiesen-Bärenklau sind ungiftig und werden als Wildgemüse verzerrt. Größere Pflanzenstiele können geschält roh oder in Kompott gegessen werden.
  • Insbesondere empfindliche Personen sollten beim Umgang mit der Pflanze Schutzhandschuhe tragen (Hautreizungen).
  • CAVE: Gehalt an toxischen Furocumarinen zum Teil höher als bei der Verwechslung Riesen-Bärenklau (Herkulesstaude), Pflanze für Passanten jedoch weniger attraktiv.
Quellenangaben, Bilder

* biolib.de

** fotolia.de

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