Ausbildungsstätten fürs PJ

Quelle: 1und1 Bildarchiv

Die RICHTIGE Wahl

Die Arbeitsgruppe „Qualitätssicherung der Ausbildung im Praktischen Jahr“ der Bundesapothekerkammer hat eine Checkliste erarbeitet, die nach möglichst objektiven Kriterien die Auswahl einer geeigneten Ausbildungsapotheke erleichtern soll. Diese objektiven Kriterien können natürlich nie das subjektive Wohlfühlen unter den zukünftigen Kollegen ersetzen. Es kann sinnvoll sein, einen Probetag zu absolvieren, um die Apotheke näher kennen zu lernen.

Der BPhD hat einen PJ-Ratgeber erarbeitet, der auch Informationen für ein mögliches Ableisten eines Teils des PJs in Industrie oder im Ausland enthält. Dieser stellt einen kurzen Leitfaden dar, wie man bei entsprechendem Wunsch am besten vorgeht. Natürlich kann er keine vollständige to-do-list mit Kontaktadressen sein, sondern nur Hinweise geben, die den Einstieg in die Thematik erleichtern. Für Fragen, die durch diese Unterlagen nicht geklärt werden können, steht Ihnen der PJ-Beauftragte des BPhD gerne zur Verfügung.

pharma4u stellt Ihnen die Bereiche vor!

Offizin

Quelle: ABDA

Mindestens 6 Monate des Praktischen Jahres müssen in einer Öffentlichen Apotheke in Deutschland abgeleistet werden. In einer guten Ausbildungsapotheke erwartet den Praktikanten ein breites Betätigungsfeld, das sich von handwerklichen Tätigkeiten in der Rezeptur / Defektur über organisatorische Belange der Warenwirtschaft bis hin zum aktiven Handverkauf erstreckt.

Hier muss der junge Pharmazeut in der direkten Begegnung mit dem Patienten zum ersten Mal sein wissenschaftliches Fachwissen unter realen Praxisbedingungen zur Anwendung bringen. Dies stellt, gerade zu Beginn, eine nicht zu unterschätzende Herausforderung dar!

Bei rezeptfreien Arzneimitteln aus dem OTC-Segment darf man nach eigenem Ermessen auswählen und beraten; vor der Abgabe von rezeptpflichtigen Arzneimitteln müssen diese jedoch einem approbierten Apotheker vorgezeigt werden.

Krankenhausapotheke

Eine Krankenhausapotheke beliefert die Stationen, Ambulanzen sowie die Mitarbeiter der betreffenden Klinik. Der Pharmaziepraktikant kann hier in vielerlei Arbeitsfelder eingebunden werden: Arzneimittelherstellung, Arzneimittelinformation, Logistik  - die Krankenhauspharmazie ist in jedem Fall ein spannender, lebhafter Tätigkeitsbereich!

Industrie

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Etwas ruhiger als in den bisher genannten Einrichtungen geht es (zumindest in der Regel!) in der pharmazeutischen Industrie zu. Hier kann man sich während seiner Ausbildungszeit schön in einen Themenbereich vertiefen, beispielsweise in Arzneimittelherstellung, Arzneimittelprüfung, Regulatory Affairs oder auch Arzneimittelmarketing. Die hierbei erworbenen Erfahrungen können für eine spätere Karriere in der Industrie von Nutzen sein.

 

Universität

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Grundsätzlich besteht die Möglichkeit, 6 Monate über das Studium hinaus in einem der 5 pharmazeutischen Fachbereiche an der Universität zu verbleiben und dort als Pharmaziepraktikant tätig zu sein. Darüber hinaus ist es auch möglich, sich an einem nicht-pharmazeutischen Institut zu bewerben (z. B. Gerichtspathologie), solange die Ausbildung unter Aufsicht eines Apothekers erfolgt. Es gilt also, beispielsweise einen Professor des Pharmazeutischen Instituts zu finden, der bereit ist, eine externe Praktikumstätigkeit in fachlicher Hinsicht zu betreuen. Leider ist die Bezahlung für eine universitäre Tätigkeit nicht immer garantiert; dies sollte unbedingt im Vorfeld abgeklärt werden!

Andere Einrichtungen

Quelle: 1und1 Bildarchiv

Die Approbationsordnung für Apotheker listet neben den bereits genannten Möglichkeiten explizit folgende weitere Einrichtungen auf, die für die Ableistung des Praktischen Jahres in Frage kommen:

  • Bundeswehrapotheken
  • Geeignete wissenschaftliche Institutionen einschließlich solcher der Bundeswehr
  • Arzneimitteluntersuchungsstellen einschließlich solcher der Bundeswehr.


Bei diesen Varianten gilt es im Vorfeld zu klären, ob die Ausbildung unter Aufsicht eines approbierten Apothekers erfolgt und ob das Landesprüfungsamt die betreffende Tätigkeit anerkennt.

Diplom-Pharmazie

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Das Diplomverfahren für Pharmazeuten ist eine zusätzliche, über die Festlegungen der Approbationsordnung für Apotheker hinausgehende akademische Ausbildung, die von manchen Unis, aber auch seitens der Industrie, angeboten wird.

Es stellt gewissermaßen eine ‚kleine Doktorarbeit’ dar; man erhält ein Thema zugewiesen (bzw. kann sich dieses im Idealfall selbst aussuchen) und forscht 6 Monate lang an diesem, in der Regel hauptsächlich im Labor. Während dieser Zeit fertigt man eine Diplomarbeit an, welche eine detaillierte Beschreibung des Forschungsthemas sowie die Darstellung und Interpretation der gewonnen Ergebnisse enthält.

Der akademische Grad „Diplom-Pharmazeut“ wird nach Bestehen des Zweiten Abschnitts der Pharmazeutischen Prüfung sowie Annahme der Diplomarbeit und erfolgreicher (mündlicher) Verteidigung von selbiger verliehen.

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