Sarothamni scoparii herba

Pflanze, Zeichnung*
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Pflanze, Foto 1**
Pflanze, Foto 1**
Pflanze, Foto 2**
Pflanze, Foto 2**

Droge: Sarothamni scoparii herba / Besenginsterkraut

Pflanze: Sarothamnus scoparius / Besenginster

Familie: Fabaceae / Hülsenfrüchtler

Gruppe: sonstige Alkaloid-Drogen

Herkunft: Europa

  • Winterkahler, auch sommerkahler Strauch (Rutenstrauch);Wuchshöhen von ein bis zwei Meter
  • Lange, besenförmige, fünfkantige Zweige
  • Wechselständige, dreiteilige Laubblätter haben verkehrt-eiförmige Teilblättchen und sind seidig-behaart
  • Goldgelbe Blüten (bis 2,5 cm lang); sitzen einzeln an Stielen und treten in den oberen Zweigteilen gehäuft auf
  • Es werden Hülsenfrüchte gebildet

Allgemein: Bis zu 3 mm dicke, verholzte Zweigstückchen von schwarzbrauner Farbe mit fünf deutlich hervortretenden grünen Längskanten; vereinzelt Bruchstücke der seidig behaarten Blättchen und der gelbbraunen Blütenknospen; ausgeprägt bitterer Geschmack

Mikroskopie: Epidermisfragmente mit braunen, dickwandigen, polygonen Zellen und zahlreichen Spaltöffnungen (Stängel); dreizellige, gewundene Haare von bis zu 600 µm Länge mit fein gekörnter Kutikula (Blätter).

  • Chinolizidinalkaloide: Lupinidin (= Spartein), Lupanin
  • Biogene Amine: Tyramin (bes. in Sprossen und Blüten)
  • Flavone und Isoflavone

Lupinidin
Lupinidin
Lupanin
Lupanin
Tyramin
Tyramin

Indikation: Anwendung bei Hypotonie und Kreislaufregulationsstörungen (Komm. E+)

Wirkmechanismus: Natriumkanalblockade (antiarrhythmisch)

Nebenwirkungen: Erregung glatter Muskulatur (CAVE: Uterus!), Ganglienblockade

  • Deutsche FAM  bei Störungen der Kreislaufregulation: Sparticol®, Cefacor® Tropfen)
  • Toxizität Chinolizidinalkaloide: Cytisin>Lupanin>Spaertein; Besenginsterblüten: Komm. E-!