apoBank Finanz- und Berufs ABC für Apotheker

Stand:
Februar 2012

Übersicht

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A

AAppO s.Approbationsordnung für Apotheker
ABDA – „Bundesvereinigung Deutscher Apothekerverbände“ Spitzenorganisation der deutschen Apothekerinnen und Apotheker; ursprünglich „Arbeitsgemeinschaft der Berufsvertretungen Deutscher Apotheker“. Mitglieder sind die 17 Landesapothekerkammern sowie die 17 Landesapothekerverbände. Die ABDA vertritt als Dachorganisation die politischen Interessen der deutschen Apothekerinnen und Apotheker.
ABDA-Artikelstamm s. Lauer-Taxe
Abgabepreis des pharmazeutischen Unternehmers (ApU) Der pharmazeutische Hersteller legt einen Abgabepreis für seine Medikamente fest. Dieser ist der Einkaufspreis des pharmazeutischen Großhandels. Auf den ApU schlägt der Großhändler gemäß Arzneimittel-Preisverordnung (AMPreisV) seine Marge auf, woraus sich der Einkaufspreis der Apotheke ergibt. Der ApU ist damit Grundlage für den Apothekenverkaufspreis Vgl. hierzu auch Festbeträge für Arzneimittel..
AEK s. Apothekeneinkaufspreis
AEP s. Apothekeneinkaufspreis
AMG s. Arzneimittelgesetz
AMPreisV s. Arzneimittel-Preisverordnung
ApBetrO s. Apothekenbetriebsordnung
Approbation Zulassung zu den akademischen Heilberufen Apotheker, Arzt, Zahnarzt, Tierarzt und Psychotherapeut. Sie wird auf Antrag von der zuständigen Behörde des Bundeslandes erteilt, wenn die Voraussetzungen gemäß Approbationsordnung erfüllt sind.
Approbationsordnung für Apotheker (AAppO) Die AAppO wird vom Bundesgesundheitsministerium erlassen. Sie regelt Struktur, Inhalte und Prüfungsvorschriften des pharmazeutischen Studiums. Der erfolgreiche Abschluss des Studiums setzt das Bestehen des Ersten und Zweiten Abschnitts der Pharmazeutischen Prüfung voraus. Nach anschließend absolviertem Praktischen Jahr sowie dem bestandenen Dritten Abschnitt der Pharmazeutischen Prüfung kann die Approbation beantragt werden und schließlich die Berufsbezeichnung Apotheker geführt werden.
apoBank s. Deutsche Apotheker- und Ärztebank
ApoG s. Apothekengesetz
Apothekenabschlag s. GKV-Rabatt
Apothekenaufschlag Honorar des Apothekers bei der Abgabe rezeptpflichtiger Arzneimittel. Der Apothekenaufschlag setzt sich zusammen aus einem pauschalen Aufschlag von 8,10 Euro pro Packung und einem variablen Anteil von 3% des Apothekeneinkaufspreises.
Apothekenbetriebsordnung (ApBetrO) Die ApBetrO wird vom Bundesgesundheitsministerium erlassen und bestimmt die Details des Betriebs von Apotheken (darunter auch Krankenhaus-apotheken) in Deutschland. Die Regelungen befassen sich mit operativen Themen wie dem zulässigen Sortiment der Apotheke, den Aufgaben des Apothekenpersonals, Anforderungen an Räumlichkeiten und Ausstattung der Apotheke sowie mit der Herstellung von Arzneimitteln in Rezeptur und Defektur.
Apothekeneinkaufspreis (AEP, AEK) Setzt sich bei verschreibungspflichtigen Arzneimitteln laut Arzneimittelpreisverordnung (AMPreisV) aus dem Abgabepreis des pharmazeutischen Unternehmers (ApU), dem Großhandelsaufschlag sowie der Mehrwertsteuer zusammen. Bei frei verkäuflichen Arzneimitteln kann der Verkaufspreis frei bestimmt werden.
Apothekengesetz – Gesetz über das Apothekenwesen (ApoG) Das ApoG regelt Vorgaben zum Betrieb von Apotheken in Deutschland. Zum Betrieb einer Apotheke sind laut ApoG nur approbierte Apotheker berechtigt. Weitere Regelungen befassen sich mit dem Betrieb von Krankenhausapotheken, Filialapotheken, Arzneimittelversand etc. Details zum Apothekenbetrieb wie Anforderungen an Räumlichkeiten und Ausstattung sind hingegen in der Apothekenbetriebsordnung (ApBetrO) geregelt.
Apothekenverkaufspreis Setzt sich bei verschreibungspflichtigen Arzneimitteln laut Arzneimittelpreisverordnung (AMPreisV) aus dem Abgabepreis des pharmazeutischen Unternehmers (ApU), demGroßhandelsaufschlag sowie dem Apothekenaufschlag und der Mehrwertsteuer zusammen. Bei frei verkäuflichen Arzneimitteln kann der Verkaufspreis frei bestimmt werden.
Apothekerkammern s. Landesapothekerkammern
ApU s. Abgabepreis des pharmazeutischen Unternehmers
Arzneimittelpreisverordnung (AMPreisV) Regelt den Abgabepreis verschreibungspflichtiger Arzneimittel. Der Abgabepreis wird vom Bundesministerium festgelegt. Frei verkäufliche Arzneimittel sind hiervon nicht betroffen.
Arzneimittelgesetz (AMG) Das AMG enthält Bestimmungen zur Sorgfalt im Umgang mit Arzneimitteln durch Pharmaindustrie, Ärzte und Apotheker. Insbesondere Herstellung, Prüfung, Verschreibung und Abgabe von Arzneimitteln sind betroffen. Auch Begrifflichkeiten wie Fertigarzneimittel, Impfstoffe, Sera oder auch Nebenwirkungen werden definiert. Verstöße gegen das AMG werden teils als Ordnungswidrigkeiten, teils aber auch als Straftaten gewertet.

B

BApO s. Bundes-Apothekerordnung
Berufsordnung Als Berufsstand mit dem Recht der Selbstverwaltung geben sich die Apotheker selbst eine Berufsordnung. Diese regelt Pflichten und Grenzen der Berufsausübung und wird von der jeweiligen Landesapothekerkammer erlassen. Die Berufsordnung regelt z.B. Verpflichtungen zur beruflichen Fortbildung, zur Teilnahme am Notdienst sowie Pflichten gegenüber Patienten.
Betäubungsmittelgesetz - Gesetz über den Verkehr mit Betäubungsmitteln (BtMG) Bundesgesetz, das den Umgang mit Betäubungsmitteln regelt. Hierzu gehören u.a. Regelungen zur Verkehrsfähigkeit und zur Verschreibungsfähigkeit. Zu den Betäubungsmitteln gehören nicht verkehrsfähige Betäubungsmittel, deren Handel und Abgabe verboten ist (z.B. LSD, Heroin). Des Weiteren fallen verkehrsfähige, aber nicht verschreibungsfähige sowie verkehrsfähige und verschreibungsfähige Substanzen in den Regelungsbereich. Zur ersten Gruppe gehört z.B. Diamorphin, zur zweiten gehören z.B. Amphetamine, Fentanyl und Morphin.
Betäubungsmittelverschreibungsverordnung (BtMVV) Verordnung über das Verschreiben, die Abgabe und den Nachweis des Verbleibs von Betäubungsmitteln. Hierunter fallen auch Vorschriften zur Nachweisführung, die der Apotheker bei der Abgabe von Betäubungsmitteln erfüllen muss.
BtMG s. Betäubungsmittelgesetz
BtMV s. Betäubungsmittelverschreibungsverordnung
Bundesapothekerkammer Berufspolitische Interessenvertretung sowie Zusammenschluss der Landesapothekerkammern. Die Bundesapothekerkammer ist zuständig für Fragen der Aus-, Fort- und Weiterbildung, für das Berufsrecht sowie für Fragen der Arzneimittelsicherheit und der pharmazeutischen Qualität.
Bundes-Apothekerordnung (BApO) Regelt Grundsätze und Anforderungen der Berufsausübung von Apothekern. Hierzu gehören insbesondere Voraussetzungen zur Erlangung der Approbation als Apotheker sowie der Berufsausübung durch Personen aus Nicht-EU-Staaten. Das Bundesgesundheitsminsterium wird zum Erlass der Approbationsordnung für Apotheker ermächtigt. Details der Berufsausübung werden in der Berufsordnung geregelt.

C

D

DAV s. Deutscher Apothekerverband e.V.
Deutsche Apotheker- und Ärztebank (apoBank) Die Deutsche Apotheker- und Ärztebank ist eine Genossenschaft und hat sich der wirtschaftlichen Förderung der Heilberufler verpflichtet. Sie ist auf die Betreuung der Ärzte, Zahnärzte, Tierärzte und Apotheker spezialisiert und begleitet ihre Kunden bei allen finanziellen und betriebswirtschaftlichen Fragen individuell und lebensphasenbezogen. Das heißt: Vom Studium, über die Anstellung oder Niederlassung bis hin zur Praxis- und Apothekenabgabe sowie im Ruhestand stellt die Bank ihren Kunden das gesamte Spektrum an Bankdienstleistungen zur Verfügung.
Deutscher Apothekerverband e.V. (DAV) Zusammenschluss der Landesapothekerverbände auf Bundesebene. Interessenverband der Apothekenleiter, der vor allem wirtschaftliche Interessen seiner Mitglieder vertritt. Er hat den gesetzlichen Auftrag, Verträge mit Krankenkassen zu schließen, die die Abgabe von Arzneimitteln an gesetzlich Versicherte konkretisieren. Die Mitgliedschaft ist freiwillig, abgeschlossene Verträge gelten aber für alle Apotheken, unabhängig vom Mitgliedsstatus.
Defekt Ein Defekt liegt vor, wenn ein Arzneimittel nicht auslieferungsfähig ist. Die Apotheke kann z.B. Rezept nicht einlösen, da das Arzneimittel nicht auf Lager (= defekt) ist.
Deutscher Apothekertag Jährlich stattfindende Hauptversammlung der Bundesapothekerkammer (BAK). Vertreten sind Delegierte der 17 Landesapothekerkammern. Die Apothekerschaft trifft hier Entscheidungen zu inhaltlichen und personellen Fragen der BAK.

E

F

Festbetrag für Arzneimittel Höchstbetrag, der von den Krankenkassen für ein Arzneimittel oder eine Wirkstoffgruppe übernommen wird. Liegt der Verkaufspreis darüber, muss der Patient die Differenz selbst tragen. Festbeträge binden den Hersteller nicht direkt, wirken sich aber indirekt auf seine Preispolitik aus.
Filialapotheke Seit 01.01.2004 dürfen Apotheker neben ihrer Hauptapotheke bis zu drei weitere Filial¬apo-theken betreiben. Die Filialen müssen dabei im gleichen oder im benachbarten Landkreis liegen. Jede Filiale braucht einen Apotheker, der als verantwortlicher Leiter benannt ist. Dieser hat die Apotheke persönlich zu leiten und ist neben dem Hauptapotheker für die Einhaltung der geltenden Vorschriften verantwortlich.
Fortbildung Laut Berufsordnung müssen berufstätige Apotheker zur Auffrischung und Anpassung ihres Wissens an aktuelle Entwicklungen an anerkannten Fortbildungsmaßnahmen teilnehmen. In Abgrenzung hierzu ist das Ziel der Weiterbildung die Erweiterung des Wissens auf zusätzliche Fachgebiete.
Freiwahl Artikel aus dem Nebensortiment, die der Kunde selbst aus dem Regal entnehmen kann. Hierbei handelt es sich z.B. um Gesundheitsartikel, die nicht verschreibungs- oder apothekenpflichtig sind, um Kosmetika etc. Vgl. in Abgrenzung hierzu Sichtwahl.
   

G

Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) Bestandteil des deutschen Sozial-versicherungs¬systems. Es besteht eine Pflichtmitgliedschaft für alle Arbeitnehmer unterhalb eines bestimmten Jahreseinkommens. GKV-Patienten leisten in der Apotheke lediglich eine Zuzahlung zu verordneten Arzneimitteln, den restlichen Betrag erhält der Apotheker im Zuge der Abrechnung mit den Krankenkassen. S. auch Private Krankenversicherung .
Gesetz über das Apothekenwesen (ApoG) s. Apothekengesetz
Gesetz über den Verkehr mit Betäubungsmitteln s. Betäubungsmittelgesetz
Gesetz über Medizinprodukte s. Medizinproduktegesetz
GKV-Rabatt Laut Sozialgesetzbuch müssen Apotheken den Krankenkassen der GKV einen Rabatt auf rezeptpflichtige Arzneimittel gewähren. Dieser stellt nach den Vorstellungen des Gesetzgebers eine Art „Großkundenrabatt“ dar, da die Krankenkassen den Großteil der Arzneimittelausgaben tragen. Faktisch dient er der finanziellen Entlastung der Krankenkassen. Die Höhe des GKV-Rabatts wurde in den Jahren 2011 und 2012 per Gesetz auf 2,05 Euro pro rezeptpflichtige Packung festgelegt und soll ab 2013 wieder zwischen Deutschem Apothekerverband und Krankenkassen verhandelt werden.
Große Deutsche Spezialitätentaxe s. Lauer-Taxe
Großhandelsaufschlag Bei der Abgabe von rezeptpflichtigen Arzneimitteln ist auch der Abgabepreis, den der pharmazeutische Großhandel der Apotheke in Rechnung stellt, durch die Arzneimittelpreisverordnung gebunden. Seit 1. Januar 2012 muss zwingend ein Fixzuschlag von 70 Cent pro Packung erhoben werden. Zudem kann ein variabler Zuschlag von maximal 3,15 Prozent des Herstellerabgabepreises gefordert werden.
Grünes Rezept Arzneimittel, die der Arzt empfiehlt, die aber von Krankenkassen nicht erstattet werden, können über das Grüne Rezept „verordnet“ werden. Der Patient muss die Kosten selbst tragen.

H

Heilmittel Medizinische Dienstleistungen zur Heilung des Patienten. Darunter fallen laut deutschem Sozialrecht Maßnahmen der physikalischen Therapie, der podologischen Therapie, der Stimm-, Sprech- und Sprachtherapie sowie Maßnahmen der Ergotherapie.
Heilmittelwerbegesetz – Gesetz über die Werbung auf dem Gebiete des Heilwesens (HWG) Bildet den rechtlichen Rahmen für Werbung durch Ärzte, Apotheker, Krankenhäuser etc. Form und Inhalt von Werbung werden eingeschränkt, z.B. dürfen keine Heilungsversprechen gegeben werden. Auch Nauralrabatte durch Pharmaunternehmen oder Großhändler an Apotheken sind hierdurch verboten.
Herstellerabschlag Zwangsrabatt, den pharmazeutische Unternehmer den Krankenkassen für verschreibungspflichtige Arzneimittel gewähren müssen. Der Einzug erfolgt über die Apotheken, d.h. die Krankenkassen kürzen die Apothekenabrechnungen entsprechend. Anschließend müssen die Hersteller den Apotheken den Betrag erstatten.
Hilfsmittel Medizinprodukte und andere Gegenstände, die den Erfolg der Krankenbehandlung sichern oder eine Behinderung ausgleichen sollen. Dazu gehören laut deutschem Sozialrecht z.B. Sehhilfen, Hörhilfen, Prothesen, Rollstühle etc.
HWG s. Heilmittelwerbegesetz

I

Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) Unabhängiges Institut mit gesetzlichem Auftrag im Rahmen der Gesetzlichen Krankenversicherung. Zu den Aufgaben gehört die evidenzbasierte Bewertung diagnostischer und therapeutischer Verfahren. Neu hinzu gekommen ist die Kosten-Nutzen-Bewertung von Arzneimitteln.
IQWiG s. Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen

J

K

Kombimodell Honorarsystem im Apothekenbereich, nach dem sich das Apothekerhonorar aus einer Pauschale sowie einem variablen Honoraranteil zusammensetzt. S. Apothekenaufschlag.
Krankenhausapotheke Versorgt Stationen und Ambulanzen eines Krankenhauses mit Arzneimitteln. Zu den Aufgaben gehören die Arzneimittelherstellung (z.B. von sterilen Zubereitungen), die Beratung von Ärzten, Pflegeteams und Patienten zu Arzneimittelfragen sowie die pharmazeutische Logistik.

L

Landesapothekerkammern Apothekerkammern sind Institutionen der berufsständischen Selbstverwaltung. Sie sind Körperschaften des öffentlichen Rechts und haben den gesetzlichen Auftrag, die berufsrechtlichen Belange ihrer Mitglieder zu regeln. Dazu gehört die Erstellung einer Berufsordnung, einer Weiterbildungsordnung, die Abnahme von Prüfungen im Rahmen der Weiterbildung und die Überwachung der Berufsausübung der Apotheker. Jeder approbierte Apotheker ist Pflichtmitglied in der für ihn zuständigen Landesapothekerkammer.
Landesapothekerverbände Selbstständige Apotheker können freiwillig Mitglied in einem der 17 Landesapothekerverbände werden. Diese vertreten insbesondere die wirtschaftlichen und politischen Interessen ihrer Mitglieder. Sie sind abzugrenzen von den Landesapothekerkammern. Der Deutsche Apothekerverband als Zusammenschluss der Landesapothekerverbände verhandelt einheitliche Verträge zur Arzneimittellieferung mit den Krankenkassen, die Gültigkeit für alle Apotheken in Deutschland haben.
Lauer-Taxe Verzeichnis aller Fertigarzneimittel, die für den Handel in Deutschland zugelassen sind. Die Lauer-Taxe wird auch ABDA-Artikelstamm oder Große Deutsche Spezialitätentaxe genannt.

M

Medizinproduktegesetz - Gesetz über Medizinprodukte (MPG) Enthält technische und medizinische Anforderungen für den Handel mit aktiven, implantierbaren Geräten. Arzneimittel sind hiervon nicht betroffen.
MPG s. Medizinproduktegesetz
   

N

Naturalrabatt Rabatt, der in Form von Waren geleistet wird. Z.B. war es früher üblich, dass Pharmafirmen kostenlose Arzneimittel an Apotheken abgegeben haben, um den Abverkauf zu fördern. Dies ist heute verboten.
Non-Rx Nicht-rezeptpflichtige Arzneimittel

O

OTC Nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel (engl. „Over The Counter“, d.h. „Über die Ladentheke“). Hierzu gehören z.B. Hustensäfte, leichtere Schmerzmittel in niedriger Dosierung (Paracetamol, Ibuprofen, ASS) und ähnliches.
OTX Verschriebene OTC-Arzneimittel, die bei bestimmten Indikationen sowie für Kinder von den Krankenkassen erstattet werden.

P

Parallelimport Gewerblicher Import von im Ausland hergestellten Waren, z.B. Arzneimitteln, unter Umgehung des Vertriebsnetzes des Herstellers. Durch starke Preisunterschiede zwischen manchen Ländern kann dies rentabel sein. Parallelimporte innerhalb der EU sind rechtlich zulässig. Vgl. Reimport
Private Krankenversicherung (PKV) Privatrechtlich organisierte Versicherungsunternehmen zur Absicherung des Krankheitsrisikos. Ca. 10% der Deutschen sind privat versichert, die übrigen sind über die Gesetzliche Krankenversicherung (GKV) abgesichert. In der PKV versichern können sich Selbstständige, Beamte, Studenten sowie Arbeitnehmer, deren Einkommen die Versicherungspflichtgrenze in Höhe von 50.850 Euro jährlich (Stand 2012) überschreitet. Privatversicherte Patienten bezahlen bei Einlösung eines Rezepts in der Apotheke den vollen Betrag und reichen das Rezept zur Kostenerstattung bei ihrer Versicherung ein.

Q

R

Rabattverträge Gesetzliche Krankenkassen dürfen Exklusivverträge mit pharmazeutischen Unternehmern abschließen, um für bestimmte Wirkstoffe günstigere Preise erzielen zu können. Apotheker sind verpflichtet, das entsprechende Rabatt-Arzneimittel an den Patienten abzugeben. In der Apotheke führen Rabattverträge oftmals zu erhöhtem Beratungsbedarf, besonders wenn der Patient auf ein anderes Arzneimittel umgestellt werden muss, da er bislang ein teureres Präparat erhielt.
Reimport Waren, die in ein anderes Land exportiert wurden, werden dort günstig erworben und wieder in das Ursprungsland importiert. Preisunterschiede zwischen einzelnen Ländern können so ausgenutzt werden. Vgl. Parallelimport
Rx Verschreibungspflichtige Arzneimittel

S

SGB V Sozialgesetzbuch – Fünftes Buch s. Sozialgesetzbuch – Fünftes Buch
Sichtwahl Nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel, die für den Kunden sichtbar präsentiert werden, meist im Regal hinter dem Handverkaufstisch. Vgl. in Abgrenzung auch Freiwahl.
Sozialgesetzbuch - Fünftes Buch (SGB V) Im Sozialgesetzbuch sind die wesentlichen Bereiche des Sozialrechts in Deutschland geregelt. Das fünfte Buch enthält Bestimmungen zur Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV).
Standardzulassungen Arzneimittel, die von der Zulassung befreit sind. Eine Standardzulassung soll Apotheker im Falle der Herstellung üblicher Rezepturen von aufwändigen Zulassungsverfahren befreien. Sie ist geregelt durch die „Verordnung über Standardzulassungen von Arzneimitteln (StandZV)“.

T

U

V

Verkehrsfähigkeit Ein Medikament ist verkehrsfähig, wenn es vom Bundesministerium geprüft wurde und für den Verkauf freigegeben wird.

W

Weiterbildung Berufsbegleitende Spezialisierung in einem pharmazeutischen Teilbereich. Der erfolgreiche Abschluss einer pharmazeutischen Weiterbildung berechtigt dazu, eine Fachapothekerbezeichnung zu führen. Die Ausgestaltung der Weiterbildung erfolgt gemäß der Weiterbildungsordnung der zuständigen Landesapothekerkammer. Zu den Weiterbildungsgebieten gehören z.B. Allgemeinpharmazie, Klinische Pharmazie sowie Toxikologie und Ökologie.

X, Y, Z

Stand:
Februar 2012

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