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Strophanthi grati semen, S. kombé semen

S. gratus, Foto**
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S. grati semen, Foto***
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S. kombé semen, Foto***
S. kombé semen, Foto***

Droge: Strophanthi grati semen, S. kombé semen / Strophanthussamen

Pflanze: Strophanthus gratus, S. kombé / Strophanthus

Familie: Apocynaceae / Hundsgiftgewächse

Gruppe: Herzglykosid-Drogen (kardiotone Steroide)

Herkunft: Westafrika (S. gratus); Südostafrika (S. kombé)

  • Milchsaft führende Schlingsträucher mit gekreuzt-gegenständigen Blättern
  • Die Blüten stehen in wenigblütigen Trugdolden oder in reichblütigen Rispen
  • Der tief fünfteilige Kelch ist innen am Grunde mit Drüsen besetzt, seine Zipfel sind elliptisch oder lanzettlich; trichterförmige, mit Schuppen besetzte Krone
  • Die Frucht ist eine schlanke (20-35 cm lang, ca. 3-4 cm breit), vielsamige Balgkapsel, die sich bei der Reife aufspreizt
  • Die Samen stecken zu etwa 100-200 in einer Kapsel, sie tragen unten einen später abfallenden Haarschopf und oben eine lange, abstehend behaarte Granne

Allgemein: Allgemein: - S. gratus: gelbbraune, unbehaarte Samen → mit Schwefelsäure rot - S. kombé: graugrüne, behaarte Samen → mit Schwefelsäure erst grün, dann violett, später braun

Mikroskopie: Die dünne Samenschale besteht zumeist aus zusammengefallenen, dünnwandigen Zellen; lediglich die Epidermiszellen, aus deren Mitte die bis 800 µm langen, zarten, einzelligen, kurz über der Basisscharf eingebogenen Haare entspringen, sind in der Mitte ihrer Radialwände knotenförmig verdickt. Das unter der Epidermis liegende Endosperm besteht aus mehreren Reihen dünnwandiger, zusammengefallener Zellen; in dieser Schicht verläuft an der einen Seite das Raphenbündel. Mitunter ist der weiße Embryo mit flachen Keimblättern zu erkennen.

  • S. gratus: 4-8% Glykosidgemisch → 90-95% g-Strophanthin (= Ouabain) als Hauptglykosid
  • S. kombé: 8-10% Glykosidgemisch → k-Strophanthin (→ Grünfärbung mit H2SO4) bestehend aus der k-Strophantidin-, der Strophanthidol- und der Periplogenin-Reihe Hauptglykoside: k-Strophanthosid, k-Strophanthin-β, Cymarin

StrophanthinG
StrophanthinG
StrophanthinK
StrophanthinK

Indikation: Anwendung bei Herzinsuffizienz NYHA II-IV

Wirkmechanismus: Hemmung der Na+-/K+-ATPase durch Konkurrenz mit K+ von außen

Nebenwirkungen: Farbensehen, Erbrechen, Verwirrtheit, Bradykardie, AV-Block, Kammerflimmern

  • g-Strophanthin  ist sehr polar -→ gut wasserlöslich, kurze HWZ → schlecht oral bioverfügbar (1-5%) -→ Anwendung fast ausschließlich i.v. bzw. als Industriedroge
  • Strophantus kombé enthält k-Strophanthin, dessen Wirkung etwas schwächer ist

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