Veratri rhizoma

Pflanze, Zeichnung*
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Pflanze, Foto 1**
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Pflanze, Foto 2*
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Pflanze, Foto 3***
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Pflanze, Foto 4**
Pflanze, Foto 4**

Basisinfos

Droge: Veratri rhizoma / Germerrhizom

Pflanze: Veratrum album / Weißer Germer (syn.: Nieswurz, Lauskraut)

Familie: Melanthiaceae / Germergewächse

Gruppe: ALKALOID-DROGEN, sonstige Alkaloid-Drogen

Herkunft: Alpen und deren Vorland, Apennin und Osteuropa

Pflanze

  • Mehrjährige, krautige Pflanze mit Wuchshöhen von 50 bis 150 Zentimeter
  • Wurzel innen weiß
  • Kräftige Staude mit einfachem Stängel; wechselständig beblättert
  • Blätter schraubig, fast dreizeilig angeordnet
  • Entlang der 50 Zentimeter langen Rispe sehr viele 12 bis 15 mm große weiße, grünliche oder gelbliche Trichterblüten

Droge (inkl. Mikroskopie)

Allgemein: Der vorsichtig getrocknete Wurzelstock (evtl. mit daran hängenden Wurzeln)

Mikroskopie: Die weißliche Querschnittfläche der Droge zeigt außen eine dünne, schwarze Parenchymschicht und darunter die bis zur bräunlichen, verkorkten, einschichtigen Zylinderscheide reichende, 2 bis 3 mm dicke, von Leitbündeln durchzogene Rinde. In der Peripherie des Leitbündelzylinders liegen zahlreiche, größtenteils konzentrische und unregelmäßig gekrümmte Leitbündel.

Inhaltsstoffe

Steroidalkaloide: Protoveratrin AProtoveratrin B und Veratridin

Strukturformeln
ProtoveratrinA
ProtoveratrinA
ProtoveratrinB
ProtoveratrinB
Veratridin
Veratridin

Biogenese (der wichtigsten Inhaltsstoffe)

Wirkungen

Indikation: Homöopathische (!) Verwendung bei Brechdurchfall und Kreislaufkollaps

Wirkmechanismus (allopathisch): Öffnungsdauer von Natriumkanälen wird verlängert (erst Erregung dann andauernde Hemmung)

Nebenwirkungen: Erbrechen, Durchfall, Kältegefühl, Muskelkrämpfe, Halluzinationen, Atemnot und Kollapszustände

Besonderheiten
  • CAVE: Als Homöopathikum verschreibungspflichtig bis D3!
  • Bestandteil des Schneeberger Schnupftabaks (daher auch der Name „Nieswurz“)
  • Die Pflanze kann in nicht blühendem Zustand mit Gentiana lutea verwechselt werden, dessen Blätter jedoch kreuzweise gegenständig angeordnet sind.
Quellenangaben, Bilder

* biolib.de

** Dr. M. Werum

*** fotolia.de

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