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Strychni semen

Pflanze, Zeichnung*
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Pflanze, Foto**
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Droge, Foto***
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Basisinfos

Droge: Strychni semen / Ignatiusbohnen

Pflanze: Strychnos nux-vomica, S. ignatii / Gewöhnliche Brechnuss, Ignatius-Brechnuss

Familie: Loganiaceae / Brechnussgewächse

Gruppe: ALKALOID-DROGEN, Indol-Alkaloid-Drogen (Tryptophanoide)

Herkunft: Indien

Pflanze

  • Immergrüner Laubbaum; Wuchshöhen von 25 m
  • Schwarzgraue bis gelblichgraue Rinde
  • Hellgrün glänzende Zweige; wiederholt gabelteilig
  • Lederartige, breiteiförmige, glattglänzende und gestielte Blätter
  • Grünlich weiße, bis zu 1 cm breite Blüten; röhrenartig mit tellerförmigen ausgebreiteten Kronzipfel
  • Als Frucht, grüne bis orangerote, tischtennisballgroße (3–6 cm) und ledrigschale Beeren
  • Weißes, bitter schmeckendes und gallertartiges Fruchtfleisch enthält meist 2 bis 4 knopfähnliche Samen; mit feinen, seidigen Haaren bedeckt

Droge (inkl. Mikroskopie)

Allgemein: Der Samen hat Form und Größe in etwa einer 2-Cent-Münze. Die aschgraue Schale ist äußerst hart und steht unter starker Spannung. Bei Witterungswechsel, speziell wenn es feucht wird, platzen die Brechnusssamen explosionsartig an den Längsseiten auf und keimen dann aus. Sie sind geruchlos, weisen aber einen bitteren, scharfen, im Allgemeinen als unangenehm empfundenen Geschmack auf.

Mikroskopie: Dickwandige, sehr grob getüpfelte Epidermiszellen der dünnen Samenschale sind zu ca. 1mm langen, glänzenden, an der Spitze abgerundeten Haaren ausgewachsen (im Querschnitt erkennbar)

Indol-Alkaloide → davon 50% Strychnin (Bitterwert: 1:130.000), Brucin

Biogenese (der wichtigsten Inhaltsstoffe)

Indikation: Früher: Analeptikum zur Anregung von Atmung und Kreislauf (Komm. E-); heute: homöopathischer Einsatz

Wirkmechanismus: Glycinantagonistisch → Zentrale Erregung

Nebenwirkungen: Krämpfe → Tod durch Erschöpfung

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