Opium

Pflanze, Zeichnung*
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Pflanze, Foto 1**
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Pflanze, Foto 4***
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Pflanze, Foto 5****
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Basisinfos

Droge: Opium / Opium

Pflanze: Papaver somniferum / Schlafmohn

Familie: Papaveraceae / Mohngewächse

Gruppe: ALKALOID-DROGEN, Benzylisochinolin- Alkaloid-Drogen

Herkunft: Gebirgsgegenden von Nord- und Westeuropa

Pflanze

  • Einjährige krautige Pflanze mit Wuchshöhen von 30 cm bis 1,5 m
  • Runder, überlaufender, selten verzweigter Stängel
  • Laubblätter mit einer Länge von 5−15 cm
  • Die relativ große Blütenknospe ist meist 15−25 (10−30) mm lang und steht auf schlanken, haarigen Blütenstielen
  • Geöffnete, radiärsymmetrische, zwittrige Blüten (rosa, violett, rot) haben einen Durchmesser von 5−10 cm
  • Kugeligen Kapselfrüchte enthalten zahlreiche Samen
  • Stahlblaue Samen sind der Wildform am ähnlichsten, weißliche Samen enthalten weniger Öl und werden zur Mehlherstellung verwendet

Droge (inkl. Mikroskopie)

Allgemein: Aus angeschnittenen, unreifen, ausgewachsenen Früchten gewonnener, an der Luft eingetrockneter braun gefärbter Milchsaft; der Milchsaft befindet sich in Milchröhren der ganzen Pflanze, besonders in den Milchröhren des äußeren Kapsel-Mesokarps; Samen sind Alkaloid-frei

Mikroskopie: Wellig, buchtige Zellen der Kronblattepidermis; bis 30mm große Pollenkörner mit feinwarziger Exine und 3 Austrittsstellen;

Inhaltsstoffe
  • Etwa 40 Alkaloide, teilweise als Salze der Meconsäure (4%); Hauptalkaloide mit Morphinan-Grundgerüst:

    7-23% Morphin
    0,3-3% Codein
    0,3-1% Thebain

  • Hauptalkaloide mit Benzylisochinolin-Grundgerüst:    

    0,8-1,5% Papaverin
    2-12% Noscapin (= Narcotin)
    0,1-0,2% Narcein

Biogenese (der wichtigsten Inhaltsstoffe)

Wirkungen

Indikation: Perorale Anwendung von Tinctura opii bei schwereren Formen von Darmkrämpfen, Koliken und Durchfall

Wirkmechanismus: Als Ligand an den verschiedenen Subtypen des Opioidrezeptors agonistisch wirksam 

Nebenwirkungen: Atemdepression, Hypotension, Obstipation, Übelkeit, Euphorie, Abhängigkeit

Besonderheiten
  • Opium → zähe, bräunlich-schwarze Masse mit 10% Morphin, 2% Codein
  • Opium pulvis normatus → braunes Pulver, mit Milchzucker auf einen Gehalt von 9,8-10,2% Morphin und mindestens 2% Codein eingestellt
  • Opii extractum → durch Wasserextraktion oder –mazeration aus Rohopium hergestellter, durch Verreiben mit Lactose oder Dextrin auf 19,6-20,4% Morphin eingestellter Trockenextrakt
  • Opii tinctura → Mazeration mit Ethanol 70%: Wasser (1:1) aus Rohopium mit mit 0,95-1,05% Morphin
Quellenangaben, Bilder

* biolib.de

** Dr. M. Werum

*** fotolia.de

**** istockphoto.com

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