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Marihuana, Haschisch, Cannabisöl

Pflanze, Zeichnung*
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Pflanze, Foto 1*
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Pflanze, Foto 2**
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Droge, Foto**
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Basisinfos

Droge: Marihuana, Haschisch, Cannabisöl / Marihuana, Haschisch, Cannabisöl

Pflanze: Cannabis sativa, C. indica / Wilder Hanf, Indischer Hanf

Familie: Cannabaceae / Hanfgewächs

Gruppe: PHENOL- U. CHINOID-DROGEN, Weitere Phenol- und Chinoid-Drogen, LIPID-DROGEN

Herkunft: Asien; in gemäßigten Klimaregionen weltweit kultiviert

Pflanze

  • Bis zu 4 m hohe, einjährige, i. d. Regel diözische (=zweihäusige) Pflanze mit gefingerten, gesägten Blättern
  • Männliche Blüten in Rispen, weibliche in Trauben angeordnet; Windbestäubung
  • Einsamige Schließfrüchte (Achänen (Sonderform der Nussfrucht): Fruchtwand Perikarp und Samenschale Testa sind fest miteinander verwachsen), die als Samen bezeichnet werden (oder, treffender, als Hanfnüsse)

Droge (inkl. Mikroskopie)

Allgemein: Marihuana: getrocknete, zerkleinerte Spitzentriebe der weiblichen Pflanze (0,5-1,0% Δ9-THC) Haschisch: von Trichomen (= Drüsenschuppen) der Blätter und Blüten der weiblichen Pflanze ausgeschiedenes, durch Ausklopfen gewonnenes braunes Harz, das zu Platten oder Stangen gepresst wird (2-8% Δ9-THC) Cannabisöl: mit fettem Öl aus den harzhaltigen Pflanzenteilen gewonnenes Extraktöl (+20% Δ9-THC) Hanföl: Fettes, durch (Kalt-)Pressung aus Hanfsamen gewonnenes Öl ohne psychoaktive Wirkung (kein Δ9-THC enthalten); krautig-aromatischer Duft. Kaltgepresstes Hanföl weist eine grün-gelbliche Färbung auf, warmgepresstes erscheint eher dunkelgrün.

Mikroskopie: Zahlreiche Trichome mit aus acht bis sechzehn Sekretionszellen bestehenden Drüsenköpfchen; Oxalatdrusen im Parenchym (insbesondere der Blüten); Calciumcarbonat in zugespitzten, einzelligen Haaren ("Zystolithen")

  • Zahlreiche phenolische Diterpene, von denen Δ9-Tetrahydrocannabinol (6-20% in den unbefruchteten weiblichen Blütenständen), Δ8-Tetrahydrocannabinol und drei weitere Derivate für die psychotrope Wirkung verantwortlich sind
  • Cannabinol (CBN), Cannabidiol (CBD), beide nicht psychoaktiv   
  • Ätherisches Öl: Mono- u. Sesquiterpene (Myrcen, ß-Phellandren, Caryophyllenepoxid (Geruch, auf den die Drogensuchhunde abgerichtet werden)
  • Fettes Öl („Hanföl“): Gesättigte und ungesättigte Fettsäuren (vor allem Linolsäureα-Linolensäureγ-Linolensäure, Ölsäure)

Biogenese (der wichtigsten Inhaltsstoffe)

Indikation: Anwendung als Antiemetikum bei chemotherapie-induzierter Übelkeit; zur Appetitsteigerung bei HIV; Schmerzen (insbes. in Komb. mit Opiaten); Spasmolyse (z.B. bei M. Sklerose); Fettes Öl („Hanföl“): Verwendung als ernährungsphysiologisch hochwertiges Pflanzenöl in der Küche sowie als dermatologisches Kosmetikum zur Hautpflege

Wirkmechanismus: Δ9- und Δ8-THC wirken agonistisch an CB1- und CB2-Rezeptoren

Nebenwirkungen: Psychosen, Schläfrigkeit, Abhängigkeit

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