Hippocastani semen

Pflanze, Zeichnung*
Pflanze, Zeichnung*
Pflanze, Foto 1*
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Pflanze, Foto 2**
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Pflanze, Foto 3**
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Droge, Foto 1***
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Droge, Foto 2****
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Basisinfos

Droge: Hippocastani semen / Rosskastanien

Pflanze: Aesculus hippocastanum / Gewöhnliche Rosskastanie

Familie: Sapindaceae / Seifenbaumgewächse

Gruppe: TERPENOID-DROGEN, Saponin-Drogen (Triterpen- und Steroid-Drogen)

Herkunft: Osteuropa

Pflanze

  • Schnell wachsender, sommergrüner Baum mit Wuchshöhen von bis zu 30 m und einem möglichen Alter von bis zu 300 Jahren
  • Baum bildet einen kurzen, vollholzigen Stamm mit runder und breiter Krone aus; alte Bäume mit Stammdicken bis 1 Meter
  • Fingerförmig zusammengesetzte, sehr große Laubblätter, oberseits sattgrün, kahl, schwach glänzend und unterseits hellgrün mit filzigen Adern
  • Viele Blüten sitzen in aufrecht stehenden Blütenständen zusammen; im Volksmund auch „Kerzen“ genannt; die weißen, fünfzähligen Blüten besitzen, solange sie befruchtungsfähig sind, einen gelben Fleck
  • Bestachelte Kapselfrüchte; Reifezeit im September/Oktober
  • Kapselfrüchte mit meist einem, selten bis zu drei, großen, braunen und glänzenden Samen, die Kastanien; für den Menschen ungenießbar 
  • Lässt ihre reifen Früchte mittels der Schwerkraft zu Boden fallen (=Barochorie)

Droge (inkl. Mikroskopie)

Allgemein: Getrocknete Samen; kugelig bis leicht birnenförmig; 2 bis 7 cm groß. Die Samenschale ist braun, der Nabel (=Hilum, http://de.wikipedia.org/wiki/Hilum) ist groß, blass und nimmt ein Drittel bis zur Hälfte des Samens ein.

Mikroskopie: Derbwandige Parenchymzellen; kein Endosperm; schwach gelbliche Cotyledonen aus dünnwandigem Speicherparenchym

Inhaltsstoffe
  • 3-10% Aescin (= Ester-Triterpensaponingem. mit den Hauptaglyka Protoaescigenin und Barringtogenol): α-Aescin → wasserlösliche Anteil der Gesamt-Saponine, β-Aescin → in Wasser schwer löslich
  • Flavonoide: Quercetin
  • Gerbstoffe
  • 2-3% fettes Öl
  • 5% Proteine

Biogenese (der wichtigsten Inhaltsstoffe)

Wirkungen

Indikation: Verwendung bei chronischer Veneninsuffizienz (Komm. E+)

Wirkmechanismus: Antiödematös, antiexsudativ, antiphlogistisch durch Abdichtung der Gefäßwände und Hemmung der Hyaluronidase (?)

Nebenwirkungen: GIT, Allergien

Besonderheiten
  • Zahlreiche Phytopharmaka (in der Regel mit ethanol. Extrakten), die zumeist auf Aescin eingestellt sind, z.B. Venostasin®; die klinische Datenlage ist relativ gut
  • Hippocastani cortex und H. folium: Komm. E-!
Quellenangaben, Bilder

* biolib.de

** Dr. M. Werum

*** fotolia.de

**** FS Pharmazie Marburg

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