Ginseng radix

Pflanze, Foto*
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Droge, Foto 1**
Droge, Foto 1**
Droge, Foto 2***
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Basisinfos

Droge: Ginseng radix / Ginsengwurzel

Pflanze: Panax ginseng / Ginseng

Familie: Araliaceae / Araliengewächse

Gruppe: TERPENOID-DROGEN, Saponin-Drogen (Triterpen- und Steroid-Drogen)

Herkunft: Ostasien

Pflanze

  • Ausdauernde krautige Pflanze mit Wuchshöhen von ca. 30 bis 60 cm
  • „Wurzelstock“ besteht meist aus ein bis zwei Bündeln spindelförmiger oder zylindrischer Wurzeln
  • Drei bis sechs langgestielte Laubblätter befinden sich an der Spitze des Stängels; Blattoberseite ist kahl und auf der Blattunterseite sitzen spärlich etwa 1 mm lange Haare (Trichome); Blattränder sind stark gesägt
  • Doldiger Blütenstand mit 30 bis 50 Blüten; kleine, weißlich-grüne und fünfzählige Blüten
  • Die bei Reife scharlachrote Steinfrucht ist mit 4 bis 5 × 6 bis 7 mm zusammengedrückt-kugelig; nierenförmige, weiße Samen

Droge (inkl. Mikroskopie)

Allgemein: Wurzeln von 3 bis 6 Jahre alten Pflanzen, 2 Handelsformen: Weißer Ginseng: Trocknung an der Sonne oder bei erhöhter Temperatur; Entfernung der Nebenwurzeln → äußerste Korkschicht löst sich ab Roter Ginseng: Behandlung der Droge mit heißem Wasser oder Dampf und anschließendem Trocknen → Denaturierung der Glykosid-abbauenden Enzyme (Konservierung); glasig-rotbraunes Aussehen

Mikroskopie: Zylindrische, nach unten verschmälerte Wurzeln, im oberen Teil querrunzelig, von der Mitte an bisweilen mehrfach geteilt. Die Wurzeln tragen oft noch kopf- und gliederartig abgesetzte Achsenreste ("menschenähnlicher Habitus" → Signaturenlehre!). Im Inneren ist die Wurzel weiß bis gelblich, hornartig, hart und spröde. Die hellgelbe bis hellbraune Rinde enthält verstreut kleine, orangerote Harzbehälter; bitter-süßlicher Geschmack der Droge

Inhaltsstoffe

1,5 % Ginsenoside (Triterpensapogenine vom Dammaran-Typ), die sich strukturell von Protopanaxadiol und -triol ableiten  

Strukturformeln
GinsenosidRb1
GinsenosidRb1
GinsenosidRg1
GinsenosidRg1

Biogenese (der wichtigsten Inhaltsstoffe)

Wirkungen

Indikation: Tonikum zur Steigerung der körperlichen und zerebralen Leistungsfähigkeit (Komm. E+); Potenzmittel (TCM)

Wirkmechanismus: Stimulation der Proteinbiogenese in der Leber; immunmodulatorisch; antioxidativ

Nebenwirkungen: ZNS, Durchfall, Hypertonie

Besonderheiten
  • Ginsengsaponine wirken nicht hämolytisch!
  • Manche FAM sind auf einen definierten Gehalt an Ginsenosiden eingestellt
  • Klassiker der deutschen Phytopharmaka: Dr. Poehlmann Tai Ginseng® Tonikum → "traditionell angewendet zur Besserung des Allgemeinbefindens"
Quellenangaben, Bilder

* istockphoto.com

** fotolia.de

*** FS Pharmazie Marburg

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