Betulae folium

Pflanze, Zeichnung*
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Pflanze, Foto 1**
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Pflanze, Foto 2***
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Pflanze, Foto 3***
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Droge, Foto****
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Basisinfos

Droge: Betulae folium / Birkenblätter

Pflanze: Betula pendula, Betula pubescens / Hänge-Birke, Moor-Birke

Familie: Betulaceae / Birkengewächse

Gruppe: PHENOL- U. CHINOID-DROGEN, Flavonoid-Drogen

Herkunft: Europa

Pflanze

  • Bis zu 30 m hoher Laubbaum
  • Auffällige papierähnliche weiße Rinde
  • Die Blüten stehen in Kätzchen
  • Die Blätter von B. pendula sind doppelt gesägt und unbehaart; die Blätter von B. pubescens sind grob gezähnt und beidseitig behaart

Droge (inkl. Mikroskopie)

Allgemein: - Betula pendula: ca. 3-7 cm lange und etwa 2-4 cm breite, dreieckige bis rautenförmige, spitz zulaufende, am Rand scharf doppelt gesägte, unbehaarte und beiderseits drüsig punktierte Blätter - Betula pubescens: ca. 2,5-5 cm lange und etwa 1,8-4 cm breite, eiförmig bis abgerundet dreieckige und am Rand grob gesägte Blätter. Sie weisen nur wenige Drüsen auf und sind auf beiden Seiten schwach behaart; kleine gelblich-graue Haarbüschel in den Aderwinkeln der Unterseite; dort fallen auch die hellen Blattnerven besonders auf. Mitunter kommen geflügelte Früchte und dreilappige Fruchtschuppen vor.

Mikroskopie: Bis 100 µm große Drüsenschuppen, deren innerste kleine, verkorkte Zellschicht von einem flachen Schild aus großen, dünnwandigen Zellen bedeckt werden. Betula pubescens weist außerdem auf beiden Blattseiten einzellige, dickwandige Deckhaare von etwa 80-600 µm auf.

Inhaltsstoffe
  • ca. 3% Flavonoide: Hauptflavonglykoside Hyperosid und Avicularin sowie verschiedene Myricetinglykoside
  • Ätherisches Öl
  • Ascorbinsäure
  • Triterpenalkohol Betulin ( → Ausgangsstoff für Betulinsäure; bisher noch keine Anwendung, jedoch beachtliche antitumorale und Anti-HIV-Wirkung in vitro)
  • Saponine
Strukturformeln
Hyperosid
Hyperosid
Avicularin
Avicularin
Myricetin
Myricetin
Betulin
Betulin

Biogenese (der wichtigsten Inhaltsstoffe)

Wirkungen

Indikation: Innerlich: Durchspülung bei Harnwegsinfekten und Nierengries (Komm. E+); äußerlich: rheumatische Beschwerden, Cellulite

Wirkmechanismus: Steigerung des Harnflusses bei hohem Trinkvolumen ("Aquaretikum") durch Hemmung der Metalloendopeptidase (verantwortlich für den Abbau des natriuretischen Peptids); außerdem: antipyretische Wirkung 

Besonderheiten
  • Hämolytische Triterpenalkaloide vom Dammarantyp in den Blättern von Betula pendula
  • Birkenteer (Gewinnung aus der Rinde) - Inhalt: Phenolische Verbindungen (6%) (Quajacol, Kresol, Pyrogallol); Anwendung: äußerlich bei Hautjucken, Akne und Ekzemen (auch als Klebstoff im Schiffbau); Gewinnung von Pech auch aus Nadelhölzern und Buche 
  • Deutsche FAM: Weleda® Birkenblätter Elixier, Weleda® Birken Cellulite Öl
FAM Beispiele
  • homöopathische Präparate (z.B. Entwässerungstropfen Magnet-Activ
  • Carbo betula in Birkenkohle comp. Hartkapseln
Quellenangaben, Bilder

* biolib.de

** fotolia.de

*** Dr. M. Werum

**** FS Pharmazie Marburg

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