Juglandis folium

Pflanze, Zeichnung*
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Pflanze, Foto 1**
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Pflanze, Foto 2***
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Pflanze, Foto 3***
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Pflanze, Foto 4**
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Droge, Foto****
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Basisinfos

Droge: Juglandis folium / Walnussblätter

Pflanze: Juglans regia / Echte Walnuss

Familie: Juglandaceae / Walnussgewächse

Gruppe: PHENOL- U. CHINOID-DROGEN, Weitere Naphtochinoid-Drogen

Herkunft: Südwest- und Zentralasien

Pflanze

  • 15 bis 30 m hoher Baum, in dichteren Baumbeständen auch bis 30 m hoch
  • Wechselständige Blätter, unpaarig gefiedert mit fünf bis neun (meist sieben) Fiederblättchen und einer Länge bis zu 30 cm
  • Echte Walnuss ist einhäusig; männliche Blüten sitzen zu vielen in einem Blütenstand, mit der Form eines hängenden Kätzchens; weibliche Blüten sitzen in wenigblütigen Blütenständen
  • Die Kerne der Früchte, die ihre Reife durch eine braun und rissig werdende Schale anzeigen, sind als Walnüsse bekannt

Droge (inkl. Mikroskopie)

Allgemein: Spröde, unbehaarte Blattfbruchstücke; matritzenartiges, rautenförmiges Muster der Blattnerven; feine Haarbüschel in den Nervenwinkeln der Unterseite; adstringierender, leicht bitterer Geschmack.

Mikroskopie: Spaltöffnungen mit vier Nebenzellen (ausschließlich in der unteren Epidermis lokalisiert); einzellige, verdickte Haare, einzeln und in Büscheln auftretend. Drüsenhaare auf beiden Blattseiten; im Schwammparenchym farblose Zellen mit Oxalatdrusen.

Inhaltsstoffe
  • Naphthochinone Juglon, Hydrojuglon und deren O-Glykoside (v. a. in frischen Blättern; in der Droge lediglich in Spuren)
  • 9-10% Gerbstoffe, v. a. Ellagitannine (Grundkörper: Ellagsäure)
  • Flavonoide
  • ätherisches Öl (wenig)
Strukturformeln
Ellagsaeure
Ellagsaeure
Hydrojuglon
Hydrojuglon
Juglon
Juglon

Biogenese (der wichtigsten Inhaltsstoffe)

Wirkungen

Indikation: Äußerlich bei leichten Entzündungen oder Hyperhidrosis (Komm. E+); innerliche Annwendung (volksmedizinisch): Darmkatarrh, Tonsillitis, Wurmerkrankungen

Wirkmechanismus: Adstringierend, antiseptisch

Nebenwirkungen: Es gibt Berichte über mutagene Effekte nach innerlicher Anwendung über längere Zeiträume (Zungenkarzinome)

Besonderheiten
  • Juglon ist instabil und polymerisiert leicht zu braunschwarzen Produkten
  • Juglon als Keimungsinhibitor für viele Pflanzen → unter Walnussbäumen wächst fast nichts (= Allelopathie)
Quellenangaben, Bilder

* biolib.de

** fotolia.de

*** Dr. M. Werum

**** C. Kreiss / pharma4u.de

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