Aconiti tuber

Pflanze, Zeichnung*
Pflanze, Zeichnung*
Pflanze, Foto 1**
Pflanze, Foto 1**
Pflanze, Foto 2***
Pflanze, Foto 2***

Basisinfos

Droge: Aconiti tuber / Eisenhutknollen

Pflanze: Aconitum napellus / Blauer Eisenhut

Familie: Ranunculaceae / Hahnenfußgewächse

Gruppe: ALKALOID-DROGEN, sonstige Alkaloid-Drogen

Herkunft: Alpen und Mittelgebirge Zentraleuropas

Pflanze

  • Mehrjährige, krautige Pflanze mit einer Wuchshöhe von 50 bis 150 cm; 
  • Pflanze bildet eine große Zahl dunkelblauer Blüten, die in endständigen verzweigten Blütenständen auftreten
  • Dunkelgrüne, handförmige Laubblätter, fünf- bis siebenfach geteilt
  • Drei zungenförmige, schlichte Kronblätter
  • Fruchtform: Balgfrüchte

Droge (inkl. Mikroskopie)

Allgemein: Dunkelgraubraune bis schwarzbraune Knollen mit rauer Oberfläche, etwa 5 bis 10 cm lang und über 2 cm dick. Der Geschmack ist erst süßlich, dann kratzend und später würgend scharf (CAVE: Toxizität!)

Mikroskopie: Sternförmiges Cambium und stärkehaltiges Markparenchym

Inhaltsstoffe
  • Diterpenalkaloide wie Aconitin, Benzaconin, Hypaconitin, Mesaconitin, Napellin
  • Aconitsäure als Gegenion
Strukturformeln
Aconitin
Aconitin
Aconitsaeure
Aconitsaeure

Biogenese (der wichtigsten Inhaltsstoffe)

Wirkungen

Indikation: Nervenerkrankungen, Herzsensationen mit Angstzuständen

Wirkmechanismus: Öffnungsdauer von Natriumkanälen wird verlängert; zunächst Erregung dann Hemmung der Zelle

Nebenwirkungen: Hautjucken, Brennen, Hypothermie, Arrhythmien, Durchfall, 
Atemlähmung, Tod

Besonderheiten
  • Nur homöopathische Anwendung; bis einschließlich D3 verschreibungspflichtig wegen extremer Giftigkeit!
  • Aconitum napellus ist eine jener Giftpflanzen, deren Substanzen während Jahrhunderten für Morde eingesetzt wurden
Quellenangaben, Bilder

* biolib.de

** Dr. M. Werum

*** fotolia.de

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