Tipps für das PJ

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  • Der Pharmaziepraktikant bestimmt seine Ausbildungsapotheke! Daher sollten im Vorfeld sämtliche Erwartungen an die Ausbildungszeit klar sein, sowohl seitens des Praktikanten als auch auf Seiten des potentiellen Arbeitgebers. Nur wenn beide Vorstellungen zusammenpassen, ist ein gutes Arbeits- und Lernklima zu erreichen.

  • Es ist unbedingt nötig, feste Ausbildungsvereinbarungen mit dem Chef zu treffen. Das kann zum Beispiel ein wöchentliches Thema sein, das im Besonderen behandelt wird oder ein fester Termin pro Woche, an dem sich der ausbildende Apotheker Zeit nimmt, Fragen zu beantworten. Auch Kritik, wo sie angebracht ist, kann in diesem Rahmen gut vorgebracht werden.
    Bewährt haben sich mancherorts auch wöchentliche Aufgaben, die vom Chef gestellt und kontrolliert werden. Das kann zum Beispiel die Simulation eines Kundengespräches sein, zu dem im Vorfeld zum Krankheitsbild gehörige Themen erarbeitet werden.

  • Es empfiehlt sich daher ein Ausbildungsheft zu führen, in dem solche Themen/Vereinbarungen eingetragen und abhakt werden, wenn sie zur Zufriedenheit durchgeführt wurden.

Bestimmungen

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Das Praktische Jahr gliedert sich in 2 x 6 Monate. Mindestens die Hälfte dieser Zeit muss in einer öffentlichen Apotheke in Deutschland abgeleistet werden; die verbleibenden 6 Monate können auch in einer Krankenhausapotheke, bei einem pharmazeutischen Unternehmen, an der Uni oder in anderen Einrichtungen absolviert werden. Über die Anerkennung eines z.B. im Ausland absolvierten Praktikums entscheidet das zuständige Landesprüfungsamt, in Zweifelsfällen sollte man sich schon einige Zeit vor Beginn bei der Behörde darüber erkundigen und sich das Ergebnis schriftlich mitteilen lassen.

Während diesen Jahres, in dem der Praktikant ganztägig unter Aufsicht eines Apothekers zu arbeiten hat, sollen die im Studium vermittelten Kenntnisse vertieft und sämtliche Fertigkeiten, die für die praktische Arbeit des Apothekers notwendig sind, erlernt werden.

Geregelt wird die Praktische Ausbildung durch §4 der AAppO.

PJ-Ratgeber des BphD

Im PJ-Ratgeber des BPhD finden Sie weitere Tipps und Informationen nur um das praktische Jahr. Es lohnt sich also einen Blick in diese Broschüre zu werfen.

Bewerbung und Arbeitsvertrag
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Allgemein gilt, dass für das PJ in der öffentlichen Apotheke häufig (aber bei weitem nicht immer!) ein persönliches Vorstellungsgespräch ausreichend ist, während z.B. in der Pharmazeutischen Industrie eine schriftliche Bewerbung üblich ist. Am besten erkundigt man sich im Vorfeld; entweder direkt bei der jeweiligen Firma oder aber bei Bekannten, die dort bereits gearbeitet haben.

Hat man eine Ausbildungsstätte gefunden, so steht, wenn die Besichtigung der Arbeitsstätte und das Vorstellungsgespräch zur beiderseitigen Zufriedenheit verlaufen sind, als nächstes das Unterschreiben des Arbeitsvertrags an.

Mustervertrag
pharma4u hat für Sie einen
1. Mustervertrag (Word) (frei veränderbar)
2. Mustervertrag (pdf) (nicht veränderbar)
zum PJ in der APOTHEKE entworfen, der sämtliche relevanten Punkte beinhaltet und eine ausgewogene Grundlage für das Ausbildungsverhältnis darstellt.

Leider ist es nicht so einfach, einen Standardvertrag für die Tätigkeit außerhalb der Apotheke anzubieten, da sich z. B. Verträge in der Industrie häufig auch an den Tarifverträgen der chemischen Industrie orientieren. Wichtig ist, dass der Vertrag alle Bedingungen der AAppO erfüllt.

Gehalt / Arbeitszeiten / Urlaubsanspruch
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Gehalt und Arbeitszeiten in der Apotheke sind durch den Tarifvertrag für Apotheker, geschlossen zwischen Adexa, der Gewerkschaft für Apothekenangestellte und dem Arbeitgeberverband Deutscher Apotheken, geregelt. Momentan beträgt die für eine Anstellung in Vollzeit notwendige Arbeitszeit 40,0 Stunden je Woche, bei einem Urlaubsanspruch von 33 Werktagen, jeweils bezogen auf 6 Werktage je Woche. Das Gehalt für Pharmaziepraktikanten beträgt momentan lt. Tarifvertrag 902,00 € (gültig ab 1.6.2017).  In der Region „Nordrhein“ gibt es einen eigenen Tarifvertrag. Das Gehalt für Pharmaziepraktikanten beträgt in der Region "Nordrhein" momentan lt. Tarifvertrag 880,00 € (gültig ab 1.1.2016)

Soweit die Vorgaben des Tarifvertrags, der aber nur dann als Mindeststandard verpflichtend ist, wenn sowohl Arbeitgeber als auch Praktikant Mitglieder der verhandelnden Organisationen sind. Dies trifft zwar auf viele Apothekenleiter zu, nicht aber auf alle. Ob Sie bereits während des PJ Mitglied bei der Adexa werden wollt, bleibt Ihnen überlassen.

In jedem Fall kann und sollte der Tarifvertrag bezüglich der Größenordnung des Gehaltes als Richtlinie gelten, wobei bessere Regelungen immer möglich sind. Gerade bei Praktika in der pharmazeutischen Industrie sind durchaus höhere Löhne üblich. Nähere Informationen zum Tarifvertrag erhalten Sie direkt bei der zuständigen Gewerkschaft Adexa.

Völlig unabhängig von der Geltung des Tarifvertrages ist der Praktikant für die Dauer des praxisbegleitenden Unterrichts, der verpflichtend zu besuchen ist und von den Apothekerkammern veranstaltet wird, unter Gehaltsfortzahlung freizustellen. Dabei spielt es keine Rolle, wo der Praktikant tätig ist.

Versicherungen
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Ein wichtiger Punkt ist die Versicherungspflicht für Pharmaziepraktikanten. War man als Student in der Regel davon befreit, so muss man für das PJ selbst eine Krankenversicherung abschließen. Die Anmeldung übernimmt hierbei der Arbeitgeber, genauso wie für Pflegeversicherung und Arbeitslosenversicherung. Die Wahl der Krankenkasse trifft natürlich der Praktikant selbst.

Hinsichtlich der Rentenversicherung ergeben sich Besonderheiten. Apotheker sind üblicherweise nicht Mitglied der Bundesversicherungsanstalt für Angestellte, sondern Mitglied eines Versorgungswerks für Apotheker. Bezüglich Mitgliedschaft in Apothekerkammer und Versorgungswerk existieren je nach Kammergebiet unterschiedliche Regelungen. Teilweise ist die Mitgliedschaft verpflichtend, manchmal optional und mitunter auch überhaupt nicht möglich. Genauere Informationen enthält oben genannter PJ-Ratgeber des BPhD. Details können Sie auch von Ihrem Apotheker und der zuständigen Kammer bzw. vom jeweiligen Versorgungswerk erfahren. Eine Übersicht der in der Arbeitsgemeinschaft berufsständiger Versorgungseinrichtungen organisierten Apotheker-Versorgungswerke finden Sie hier.

Eine Übersicht zur Versicherungslage des Pharmaziepraktikanten allgemein liefert ein Merkblatt der Bayerischen Landesapothekerkammer.

Ende des Praktikums

An das Praktische Jahr schließt sich das 3. Staatsexamen an, in dem die erworbenen Kenntnisse noch einmal geprüft werden. Für die Zulassung sind neben den Bescheinigungen über die Teilnahme am Unterricht auch Bescheinigungen über die Ableistung des PJs nach Vorlage der AAppO, Anlage 5 nötig. Bei Erfolg kann dann die Approbation beantragt werden, welche die Ausbildung zum Apotheker formal beschließt.

Wichtiger Hinweis

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Achtung: Auch den Bereich Apotheker ansehen!

Im Bereich "Praktikanten" finden Sie auf unserer Plattform nur die Informationen, die ausschließlich oder überwiegend für Praktikanten wichtig sind.

Viele weitere sehr wertvolle Hinweise für Ihr PJ, Ihr 3. Staatsexamen und die Zeit danach finden Sie selbstverständlich im Bereich Apotheker / PTA.

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