PJ im Ausland

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Während des Praktischen Jahres zieht es viele Pharmazeuten ins Ausland.
Auf den folgenden Seiten haben wir für Sie viele interessante Adressen sowie Tipps und Erfahrungsberichte rund um das Thema Auslandsaufenthalt im PJ gesammelt.

Ob Infos zur Anerkennung duch die deutschen Behörden, zum PJ im europäischen Ausland oder weltweit, hier finden Sie alle wichtigen Informationen.

Anerkennung durch LPA

Quelle: iStockphoto

Die meisten guten Infos zur Anerkennung eine PJ-Teils im Ausland findet man in dem Booklet des BPhD (s.u.).

Hier ein paar wesentliche Infos dazu:

Basis der Anerkennung sind die Bestimmungen der AAppO und der BApO (hier insbesondere der zugegebenermaßen komplizierte § 4).



Leider findet man in diesen beiden, eigentlich maßgeblichen, Rechtsnormen nicht viele Detail-Bestimmungen!
Insbesondere ist nicht präzisiert, unter welchen Bedingungen die geforderte Gleichwertigkeit(!) gegeben ist und wann eine Voll- oder eine Teil-Anerkennung erfolgt.

§ 22 AAppO (u.a. Anerkennung des PJ im Ausland)

§ 22 Anrechnung von Ausbildungszeiten und Prüfungen

(1) Bei Personen, die Deutsche ... sind, rechnet das Landesprüfungsamt auf die in dieser Verordnung vorgesehene Ausbildung, soweit Gleichwertigkeit gegeben ist, ganz oder teilweise an

1. Zeiten eines im Geltungsbereich dieser Verordnung betriebenen verwandten Studiums,

2. Zeiten eines außerhalb des Geltungsbereichs dieser Verordnung betriebenen Studiums der Pharmazie oder eines verwandten Studiums,

3. Zeiten einer außerhalb des Geltungsbereichs dieser Verordnung (Deutschlands) abgeleisteten praktischen Ausbildung auf die Ausbildung nach § 4 Abs. 1 Nr. 2.

(2) Unter den Voraussetzungen des Absatzes 1 erkennt das Landesprüfungsamt Prüfungen an, die im Rahmen eines Studiums nach Absatz 1 Nr. 1 und 2 abgelegt worden sind. Dies gilt nicht für die Prüfung des Dritten Abschnitts der Pharmazeutischen Prüfung.

(3) Im Falle einer Anerkennung einer Prüfung im Rahmen eines Studiums nach Absatz 1 Nr. 1 ist bei der Bildung der Note des betreffenden Prüfungsabschnitts die Note der anerkannten Prüfung zu verwenden. Im Falle der Anerkennung einer Prüfung im Rahmen eines Studiums nach Absatz 1 Nr. 2 werden eine Note des Prüfungsabschnitts sowie eine Gesamtnote der Pharmazeutischen Prüfung nicht gebildet. Die Anrechnung von Prüfungen
ist gegebenenfalls auf den Zeugnissen der Prüfungsabschnitte und dem Zeugnis der Pharmazeutischen Prüfung gemäß den Anlagen 10 und 11 zu vermerken.

(4) Bei anderen als den in Absatz 1 genannten Personen können die in Absatz 1 genannte Anrechnung und die in Absatz 2 genannte Anerkennung erfolgen.

(5) Die Anrechnung oder Anerkennung erfolgt auf Antrag. Zuständig für die
Entscheidungen nach den Absätzen 1, 2 und 4 ist das Landesprüfungsamt des Landes, in dem der Antragsteller für das Studium der Pharmazie eingeschrieben oder zugelassen ist. Bei Studierenden, die eine Einschreibung oder Zulassung für das Pharmaziestudium bei einer Universität im Geltungsbereich dieser Verordnung noch nicht erlangt haben,
ist das Landesprüfungsamt des Landes zuständig, in dem der Antragsteller geboren ist. Ergibt sich hiernach keine Zuständigkeit, so ist das Landesprüfungsamt des Landes Hessen zuständig.

Weitere Infos

Inwieweit eine Anrechnung von Ausbildungszeiten in Betracht kommen kann, bleibt also im Einzelfall der Entscheidung der zuständigen Landesbehörde vorbehalten. Dies nennt man auch "ERMESSENSSPIELRAUM der zuständigen Behörde".

Dies führt zu sehr unterschiedlicher Anerkennungspraxis in den einzelnen Bundesländern. Daher können hier auch nur einige generelle Tipps gegeben werden.

Für die Anerkennung eines Praktikums als Famulatur oder PJ ist i.d.R.
das Landesprüfungsamt (LPA) des Studienortes zuständig.

Man sollte sich unbedingt VOR Beginn des Praktikums mit dem zuständigen
Prüfungsamt in Verbindung setzen und sich die Anerkennung möglichst
schriftlich bestätigen lassen!

Dann kann man direkt erfahren, welche Bescheinigungen und Bestätigungen
das LPA für eine Anerkennung verlangt und welche sonstigen Formalitäten zu
erfüllen sind. Denn es ist wesentlich einfacher, notwendige Bestätigungen
gleich vom Praktikum mitzubringen als diese später mühsam aus dem Ausland zu besorgen.

Es schadet dennoch nicht, vorher einmal die o.g. Paragraphen über das PJ in der Approbationsordnung gelesen zu haben.


Tipp: Ein weiterer Tipp, PJ-Stellen im Ausland zu bekommen ist es, Ihre Professoren an Ihrer Uni anzusprechen und nach Kontakten zu Professoren im Ausland zu fragen.


Mehr Infos finden Sie im gut gestalteten Auslandsbooklet des BPhD.

Der schnelle Weg ins Ausland: SEP und IPSF

Mit dem Student-Exchange-Programme (SEP) der International Pharmaceutical Students' Federation (IPSF) können Sie bis zu drei Monate lang weltweit in das Wesen der Pharmazie reinschnuppern. Nutzen Sie jetzt Ihre Chance: Bewerben Sie sich für ein Praktikum zum nächstmöglichen Zeitpunkt und lernen Sie den pharmazeutischen Alltag in anderen Teilen der Welt kennen! 

Durch das Student-Exchange-Programme ist es möglich, innerhalb des Studiums für 1-3 Monate ein Praktikum in einer öffentlichen Apotheke, einer Krankenhausapotheke oder einem anderen pharmazeutischen Bereich im Ausland zu absolvieren.

Interessante Links

An dieser Stelle haben wir Ihnen einige Links aufgeführt, über die Sie sich über Auslandsaufenthalte während des Studiums informieren können.

http://www.daad.de/ausland/de/

http://www.bphd.de/index.php?id=6

http://www.uni-marburg.de/fb16/studium/ausland

 

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