Hallo Frau Frese,

bei DAC/NRF haben wir mit der Rezeptursubstanz Ipratropiumbromid bisher nicht gearbeitet. Der Arzneibuchkommentar spricht von einem kristallinen Pulver. Höchstwahrscheinlich ist die Substanz nicht mikrofein gepulvert. Da die Dosis entsprechend dem ehemaligen Fertigarzneimittel mit 10 mg relativ niedrig ist, bietet sich die Anfertigung einer Stammverreibung an, bei der zugleich die Substanz auch noch etwas zerkleinert wird. Das verbessert insgesamt höchstwahrscheinlich die Mischungsgüte des Pulvers. Das Fertigarzneimittel (Itrop) enthielt u. a. Maisstärke und Lactose-Monohydrat, die als Kapselfüllstoffe typisch sind, sowie die Fließregulierungsmittel Magnesiumstearat und Hochdisperses Siliciumdioxid. Für eine der Kombinationen, also z. B. Lactose-Monohydrat (99,5 Teile) mit Hochdispersem Siliciumdioxid (0,5 Teile), kann man sich als Füllmittel
entscheiden.

Da es keine explizite Herstellungsvorschrift für Ipratropiumbromid-Kapseln gibt, sei auf die allgemeinen Grundsätze und Grundtechniken bei der Kapselherstellung verwiesen, vgl. die Allgemeinen Hinweise I.9. in DAC/NRF.

Viele Grüße
Antje Lein