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Thema: Mörser Reinigung

  1. #1
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    Idee Mörser Reinigung

    Sehr geehrte Damen und Herren,
    wir haben eine Anfrage zur Mörserreinigung erhalten. Problem ist, dass ein Patient viele verschiedene Tabletten über eine Sonde bekommen soll, welche alle gemörsert werden sollen. Bei einer Reinigung mit Wasser ist die Trocknungszeit zu lange. Alkohol wird vermutlich die Oberfläche angreifen?
    Welche Reinigung wird für Prozelanmörsern empfohlen - wie ist das Problem am besten zu lösen?

  2. #2
    Kompetenz-Manager Avatar von Christina Haamann
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    Hallo Frau Träger,

    eine gute Frage
    Also soweit ich weiß sind Porzellanmörser nicht so empfindlich, ich würde mit Wasser ausspülen und ggf. danach mit Ethanol auswischen, damit es schneller trocknet. Vielleicht widerspricht mir aber auch jemand mit Erfahrung in diesem Bereich.
    Andere Alterantiven: Mehrere Mörser verwenden um die Trocknungszeiten zu umgehen. Oder Tablettenmörser aus Kunstoff verwenden, diese sind i.d.R auch spülmaschinenfest, wobei sie auch hier idealerweise dann mehrere Mörser vorhalten sollten.

    Beste Grüße,
    Christina Haamann
    Apothekerin bei der pharma4u GmbH

    Rechtlicher Hinweis: Die hier eingestellten Kommentare geben die persönliche Meinung des Beitragstellers wieder und haben keinerlei rechts- empfehlenden oder rechtsbindenen Charakter.

  3. #3
    Hallo Frau Träger und Frau Haamann,

    bin zwar spät dran, aber vielleicht nicht zu spät. Im Rahmen meiner Amtsapothekertätigkeit habe ich öfter Heimbegehungen durchgeführt und die Heime oder die Heimaufsicht beraten. Das Thema Mörser macht überall Probleme.
    Die Porzellanmörser mit der inneren rauen Oberfläche machen stets Probleme. Der Alkohol kann aber den Trocknungsprozess verkürzen.
    Dennoch möchte ich darauf hinweisen, dass die zuständige Berufsgenossenschaft (BGW) wenig von den offenen Mörsern hält, wegen der Freisetzung von Stäuben, die dann auch eingeatmet werden.
    Die BGW empfahl vor Jahren - und wahrscheinlich noch jetzt - aus dem Grund die Verwendung der geschlossenen Drehmörser, diese meinen Sie wohl Frau Haamann. Ich halte davon ebenfalls nichts und dies wurde mir von Pflegekräften und Schülern vielfach bestätigt, weil beim Öffnen dieser Geräte ebenfalls Stäube freigesetzt werden. Einen weiteren Nachteil sehe ich darin, dass sowohl im Außen-, als auch im Innengewinde viel Substanz hängen bleibt.
    Hinzu kommt, dass bei der durchzuführenden Nassreinigung Feuchtigkeit in den Gewinden hängen bleibt, die man dort kurzfristig praktisch nicht entfernen kann. Bei weiterem Gebrauch verbindet sich dann wieder Schmutz mit der Feuchtigkeit. Und dann kann man die Dinger nur noch wegschmeißen.
    Aus meiner Sicht finde ich folgendes Gerät ideal: https://shop.hcmed.de/tablettenverar...llcrusher.html
    Das Gerät hat jedoch einen Nachteil: den Preis. Die Vorteile sollten aber überwiegen: 1. Weniger Kraftaufwand, als bei den anderen Geräten. 2. Schnell und einfach zu reinigen, da man praktisch nur den Edelstahlstempel feucht (mit Isoprop.) abreiben muss. 3. Durch die lose an der Achse sitzende Scheibe, wird automatisch beim Zerdrücken der Tabletten der Becher mit dem darin befindlichen AM unmittelbar verschlossen (zwar nicht dicht, aber die Staubfreisetzung wird erheblich minimiert. 4. Das zerkleinerte Gut, welches sich in dem Becher befindet, muss dann nur noch entleert werden.
    Wenn man zusätzlich die folgenden Mehrfachdosierbecher verwendet, können diese im Anschluss in der Spülmaschine gereinigt werden:
    https://henryschein-med.de/a/pflege-...16.12461.10909
    Dadurch wird dann das "ursprüngliche Mörsern" zum "Kinderspiel". Aus meiner Sicht muss man dann auch nur wenige Geräte davon im Gebrauch haben.

    Beste Grüße
    H.-U. Thielmann

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