Sie verwenden einen veralteten Browser, der von LabXpert nicht mehr unterstützt wird. Bitte nutzen Sie LabXpert mit einem der vorgeschlagenen Browser, wie z.B. Google Chrome, Mozilla Firefox, Microsoft Edge oder Apple Safari. Vielen Dank!

Scillae bulbus

Pflanze, Zeichnung*
Pflanze, Zeichnung*
Pflanze, Foto 1**
Pflanze, Foto 1**
Pflanze, Foto 2***
Pflanze, Foto 2***
Pflanze, Foto 3**
Pflanze, Foto 3**
Droge, Foto****
Droge, Foto****

Droge: Scillae bulbus / Meerzwiebel

Pflanze: Urginea maritima (syn.: Drimia maritima) / Weiße Meerzwiebel

Familie: Asparagaceae / Spargelgewächse

Gruppe: Herzglykosid-Drogen (kardiotone Steroide)

Herkunft: Mittelmeerraum

  • Ausdauernde, krautige Pflanze mit Wuchshöhen von etwa 50 cm (nichtblühend); einschließlich des Blütenstandes bis zu 150 cm
  • Grundständige Laubblätter; breit-lanzettlich, bis zu 50 cm lang; überdauern das Winterhalbjahr und welken im Frühsommer
  • Überdauert die sommerliche Trockenzeit als Geophyt im Ruhezustand; mächtige Zwiebel (Name!), bis zu 15 cm im Durchmesser, bis zu 3 Kilogramm schwer; weiße oder rote Farbe (rassenabhängig)
  • Austreiben der Blätter im Herbst (August bis Oktober)
  • Nach Austreiben der Blätter: reichblütiger, traubiger Blütenstand mit bis zu 40 cm Länge
  • Sechs Blütenhüllblätter bis 8 Millimeter lang; weißlich, mit purpurnem oder grünem Mittelnerv

Allgemein: - Getrocknete Zwiebelschuppen der weißzwiebligen Varietät - Schuppige, kinderkopfgroße bis 3 kg schwere Zwiebel - Ernte im Spätsommer vor dem Austreiben - Rote Varietät → schwerer; rot pigmentierte äußere Zwiebelschuppen

Allgemein: Große Calciumoxalatnadeln, Schraubengefäße

  • Weiße Varietät: 15 herzwirksame Glykoside vom Bufadienolid-Typ (1,8%)
    → Hauptglykoside: Glucoscillaren A, Scillaren A und das daraus durch Scillarenase-Spaltung entstandene Proscillaridin A (Aglykon: Scillarenin)

  • Rote Varietät → Hauptglykosid Scillirosid (Aglykon: Scillirosidin)

Scillarenin
Scillarenin
Scillirosidin
Scillirosidin

Indikation: Anwendung bei Herzinsuffizienz NYHA II-IV (Komm E+)

Wirkmechanismus: Hemmung der Na+-/K+-ATPase durch Konkurrenz mit K+ von außen

Nebenwirkungen: Farbensehen, Erbrechen, Verwirrtheit, Bradykardie, AV-Block, Kammerflimmern

  • Keine Wasserpflanze! (gedeiht jedoch sehr gut in Meeresnähe)
  • Bufadienolide dominieren auch bei Helleborus niger und Kalanchoe (hier aufgrund ihrer geringen pharmaz. Bedeut. nicht aufgeführt)
  • Urginea maritima wurde früher zu den Hyacintaceae (Hyazinthengewächse) gezält; diese werden mittlerweile als Unterfamilie der Asparagaceae angesehen

Premium-Login

Melden Sie sich für Ihren persönlichen Premium-Bereich auf pharma4u.de an.

Noch keinen Zugang? Jetzt registrieren

Kontakt

Brauchen Sie Hilfe? So erreichen Sie uns.